Leistungsbeschreibung

Um Ihnen einen Einblick in die Zertifizierung meiner Praxis zu geben, stelle ich Ihnen nachfolgend die Leistungsbeschreibung nach § 78 f KJHG zur Verfügung:

Z ur Struktur

Beschrieben wird eine lerntherapeutische Praxis zur Behandlung Legasthenie und Dyskalkulie bei drohender oder bestehender seelischer Behinderung. Hierbei dient das Raster für ein Leistungsangebot nach § 78 f KJHG als Grundlage.

Art der Einrichtung, Personenkreis und räumliche Begebenheiten

In dieser lerntherapeutischen Praxis ist das Ziel die Therapie von Legasthenie und Dyskalkulie als Teilleistungsschwächen in Begleitung von (drohender) seelischer Behinderung in Form sekundärer Folgeproblematiken wie beispielsweise Ängstlichkeit, Einschränkung des Selbstwertgefühls, Aggression etc..

Das Angebot richtet sich an alle von dieser Problematik betroffenen Schüler/innen ab dem Schuleintritt, wobei ein möglichst frühzeitiger Therapiebeginn die Erfolgstendenz deutlich verbessert.

Meine Arbeitsweise basiert auf einem humanistischen Menschenbild und ist von sonderpädagogischer Professionalität geprägt, wodurch eine hohe Akzeptanz der spezifischen Problematiken gegeben ist.

Es werden ausschließlich Einzelförderungen erteilt, da so ein Höchstmaß an Ausdifferenzierung erreicht werden kann und keinerlei Konkurrenzsituationen auftreten können, die sich bei Lernschwächen hochgradig kontraproduktiv auswirken.

Rechtsgrundlage ist § 35a KJHG.

Die Therapien finden statt: Hildesheimer Str. 78 in 30169 Hannover. Die Räumlichkeiten ausgerichtet zum ruhigen Hinterhof gewährleisten ein Höchstmaß an Ruhe. Besonders günstig ist die verkehrstechnische Anbindung in der hannoverschen Südstadt.

Grundsätzliches Selbstverständnis, fachliche Ausrichtung und methodische Grundlagen

Therapiert wird nach einem integrativen Konzept, welches nachstehend umrissen ist. In dieser Kürze kann nicht vermieden werde, dass es sich bei dieser Leistungsbeschreibung um eine Darstellung ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Detailliertheit handelt. Vertiefende Informationen finden Sie auf unter DETAILS auf dieser Homepage.

Ausgangspunkt für die skizzierte therapeutische Vorgehensweise ist die Beobachtung, dass Teilleistungsschwächen und Verhaltensauffälligkeiten (aggressives Verhalten, Lei­stungsverweigerung, manifeste Versagensängste, psychosomatische Erkrankungen etc.) oftmals in Abhän­gigkeit vonein­ander auftreten, und ihnen am effektivsten im Rahmen einer ganz­heitlichen Förderung nach förderdiagnostischen Gesichts­punkten entgegen gewirkt werden kann.

Es werden Elemente verschiedener verhaltenstherapeutischer Maßnahmen und Lernför­derprogramme (Spiel- und Bewegungstherapie, Mo­topädagogik, psycho­motorisches Training, Entspannungstechniken, Wahrnehmungs- und Konzentrations­trai­ning, Lesetraining, schriftsprachliche und rech­nerische Förderung) zu einem individuellen Förderplan zusammen gestellt, dessen Effektivität beständig überprüft und welcher gegebenenfalls modifiziert wird.

Die ganzheitliche Sichtweise des Menschen bedingt, dass kognitiven und emo­tionalen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen gleiche Wichtigkeit beigemes­sen wird.

Die Förderungen gliedern sich je nach Bedarf in verschiedene Abschnitte unter­schiedlicher Schwerpunkte (bspw. vorerst Abbau von Aggressionen durch verhaltens­therapeutische Intervention: Elemente der Spiel- und Maltherapie, Entspannungsverfahren und hier­nach auf der Basis von Vertrauen des Kindes in die Einrichtung und Zunahme psychi­scher Ausgeglichenheit Hinführung zur Legasthenie/LRS- bzw. Dyskalkulieförderung und zum Konzen­trationstraining); oder es wird bereits zu Beginn ein mehrteiliges Programm erarbeitet, in dem alle Elemente gleichzeitig zusammenwirken (bspw. Abbau von Versagens­ängsten durch Entspannungsverfahren bei gleichzeitiger Aus­richtung auf die Förderung im schriftsprachlichen Bereich).

Es zeichnet sich eine generelle Tendenz zur Phasenbildung ab, auch wenn eine parallele Ausrichtung der Elemente im Voraus festgelegt wurde, da stets ein Defizit im Vordergrund steht, wobei allerdings alle Elemente, wenn auch reduziert, zusätzlich herangezogen werden. Grundsätzlich verlaufen die Therapien flexibel an den situativen und individuellen Bedingungen des Kindes orientiert.

Legasthenie/LRS und Dyskalkulie sind keine vorübergehende Wachstums- oder Entwicklungsverzögerung, sondern therapiebedürftige Teilleistungsschwächen verschiedener Ausprägung. Diese können sinnvoll nur in individuell abgestimmten Einzelförderungen, die an den speziellen persönlichen Schwachstellen und Stärken des Kindes ansetzen, behoben werden. In Einzelförderungen wird maximale Effektivität erreicht.

Zusammenfassend ist das zentrale Moment in diesem Konzept die gleichzeitige Be­handlung von Legasthenie (LRS) oder Dyskalkulie und der seelischen Folgeproblematik mit der Zielsetzung, den Wirkkreislauf zu unterbrechen. Das Kind profitiert von der Legas­thenie (LRS) / Dyskalkulie - Therapie auch im Hinblick auf seine gesamte Per­sönlich­keitsentfaltung sowie auf seinen Lernerfolg in den anderen Schulfächern.

Anschließend sind die inhaltlichen Elemente der Legasthenie (LRS)- und der Dyskalkulie - Therapie im Überblick aufgeführt.

Das inhaltliche Angebot der Legasthenie (LRS) - Therapie

Die grundlegenden Prinzipien unserer Schriftsprache werden umfassend herausgear­beitet, indem u. a. Laut-Buchstaben-Zuordnungen ausführlich wiederholt, Laut- und Buchstabendifferenzierung trainiert und besonders häufige Rechtschreibfehler auf­gearbeitet werden. Ergänzt wird dieses durch gezieltes Regeltraining, Grammatik- und Ausdrucksschulung, Wortschatzarbeit sowie systematische Leseförderung.

Zu den Inhalten der Therapie zählt auch ein Basistraining, das notwendige Voraus­setzungen schafft: Durch visuelles und auditives Wahrnehmungstraining, Konzentrations- und Entspannungsübungen, psychomotorische Übungen, Gehirnhälftenintegration, Schulung des Gedächtnisses und der Merkfähigkeit sowie Intelligenzförderung werden die Kinder umfassend therapiert. Hierzu werden auch elektronisch unterstützte Therapiematerialien/-gerätschaften eingesetzt.

Im Überblick:

  • detaillierte Fehleranalyse
  • Prozessanalyse
  • psychomotorische Förderung
  • Verhaltensmodifikation
  • Wahrnehmungsförderung im auditiven, visuellen und taktilen Bereich
  • Therapieausrichtung auf Lerntypen
  • Gehirnhälftenintegration
  • Konzentrationsförderung
  • Entspannungstechniken (Atemtherapie, Progressive Muskelent­spannung nach Jacobsen)
  • Auflösung von Lernblockaden
  • Funktionstraining
  • Spezielle Förderung im Bereich der Schriftsprache
    • Ausbildung der Sinnessysteme
    • Erarbeitung der Grundvoraussetzungen zum Schriftspracherwerb
    • Grob- und Feingliederungstraining
    • Orientierungsübungen
    • Differenzierungsübungen
    • Regelbereichstraining
  • Prävention und Reduktion von Misserfolgsängsten
  • Hilfe für sinistrad-orientierte Menschen in unserer dextrad-orientierten Kultur (Auflösung von Koordinierungskrisen)
  • grob- und feinmotorisches Training
  • Leseaufbau
    • Bildern Informationen entnehmen
    • Symbole und Signale erkennen
    • Beziehungen zu Bildzeichen und graphischen Zeichen entwickeln
    • Verlautung von Schrift
    • Laute und Buchstaben kennen und über sie verfügen
    • Lautanalyse
    • Training von Buchstaben und Lauten
    • Synthese sprachlicher Einheiten
    • Lesefertigkeit
    • Klanggestalten erfassen: Training des rhythmischen Erfassens und Bildens
    • Leseverständnis
  • Kooperation mit Erziehungsberechtigten und Schule

Das inhaltliche Angebot der Dyskalkulie - Therapie

Damit einem Kind mit Dyskalkulie geholfen werden kann, ist es - wie bei legasthenen Kindern - notwendig, sein Selbstvertrauen zu stärken und keine Schuldzuweisungen vorzunehmen. Erst wenn keine Lernhemmnisse mehr vorhanden sind, kann es sich entspannt und erfolgreich an die Bewältigung seiner Probleme heranwagen.

Das quantitative und räumliche Denken der Kinder wird durch Übungen zum Mengen- und Zahlbegriff sowie Raumlagetraining gefördert. Erst nach Grundlegung der notwendigen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsfähigkeiten werden Rechenoperationen eingeführt. So erhält das Kind die Möglichkeiten, entstandene Defizite sukzessive abzubauen.

In Anlehnung an das Vorgehen innerhalb der Legasthenie (LRS) - Therapie werden die mathematik-spezifischen Inhalte durch ein Basistraining zur Erweiterung der Konzen­tration, Speicherfähigkeit, Entspannung und Förderung der kognitiven sowie sozialen Fähigkeiten vervollständigt.

Im Überblick:

  • detaillierte Fehleranalyse
  • Prozessanalyse
  • psychomotorische Förderung
  • Verhaltensmodifikation
  • Wahrnehmungsförderung im auditiven, visuellen und taktilen Bereich
  • Therapieausrichtung auf Lerntypen
  • Gehirnhälftenintegration
  • Konzentrationsförderung
  • Entspannungstechniken (Atemtherapie, Progressive Muskelent­spannung nach Jacobsen)
  • Auflösung von Lernblockaden
  • Prävention und Reduktion von Misserfolgsängsten
  • Hilfe für sinistrad-orientierte Menschen in unserer dextrad-orientierten Kultur (Auflösung von Koordinierungskrisen)
  • grob- und feinmotorisches Training
  • Erfahrungen mit Räumen machen, sich in Räumen orientieren
    • Orientierungsübungen
    • Differenzierungsübungen
  • visuelle Durchgliederungsübungen
  • optisch-motorische Koordination verstärken
  • graphomotorische Bewegungen mit den Augen steuern
  • Training der Formkonstanz
  • Größen bemerken, vergleichen und abschätzen
  • Mengen differenzieren
    • Elemente zu einer Menge zusammenfassen
    • Mengenerhalt in verschiedenen Räumen
    • Mengen auflösen und neu bilden
    • Teilmengen
    • Mengen nach Qualitäten ordnen
  • Raum-Lage-Koordination
  • Richtungen
  • Zahlbegriff
    • Zahlwörter und Zählreihen wahrnehmen
    • Zähleinheiten und Zählrhythmus erleben und erkennen
    • Objekte zuordnend zählen
    • Zahlaspekte
  • Korrespondierende (Eins-zu-Eins-) Zuordnung
  • Grundrechenarten
  • Rechnen mit Einheiten
  • Rechenalgorithmen verstehen und anwenden lernen
  • Strategien erarbeiten

Personal

Jede Therapie wird persönlich von mir, also Dipl.-Päd. Friederike Andrés-Moysich, übernommen. Eine ausführliche Qualifikationsbeschreibung liegt der Stadt Hannover als Kostenträger vor. Näheres können Sie bitte bei Interesse meinem Werdegang unter CURRICULUM VITAE auf dieser Homepage entnehmen.

Inhalte der sonstigen Leistungen

Im Sinne der Qualitätssicherung werden die Therapieverläufe, wenn der öffentliche Träger nichts Anderes wünscht, dokumentiert, so dass dem öffentlichen Träger die Möglichkeit der Erfolgsbeobachtung gegeben ist.

Aus dem systemisch-konstruktivistischen Wirklichkeitsbild heraus ergibt sich die Notwendigkeit der Kontaktpflege mit den Erziehungsberechtigten und der Schule.

Als weitere Aspekte der Qualitätsentwicklung sind zu nennen, dass neben dieser Kurzbeschreibung ein schriftlich formuliertes ausführliches Konzept vorliegt, eine organisierte Reflektion mit supervisorischen Anteilen in viertel-jährlichem Turnus sowie bedarfsabhängig stattfindet und die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen gewährleistet ist.

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